Tanz der Vampire (Die Höhepunkte der Welt-Uraufführung)

Erster Akt
1 Overture 1:29
2 Knoblauch 3:49 Ensemble
3 Eine schöne Tochter ist ein Segen 1:54 Chagal
4 Nie geseh’n 3:06 Alfred, Sarah
5 Gott ist tot 3:00 Von Krolock, Ensemble
6 Wahrheit 3:57 Abronsius, Magda, Chagal, Rebecca, Alfred
7 Einladung zum Ball 1:32 Von Krolock
8 Draußen ist Freiheit 4:26 Alfred, Sarah
9 Die roten Stiefel 2:30
10 Tot zu sein ist komisch 3:01 Magda
11 Finale erster Akt 1:55 Von Krolock
Zweiter Akt
12 Totale Finsternis 6:19 Von Krolock, Sarah, Ensemble
13 Carpe Noctem (Der Alptraum) 9:29 Ensemble
14 Für Sarah 3:46 Alfred
15 Wenn Liebe in Dir ist 3:48 Alfred, Herbert
16 He, Ho Professor 1:29 Von Krolock, Abronsius
17 Ewigkeit 3:54 Ensemble
18 Die unstillbare Gier 7:06 Von Krolock
19 Tanzsaal 5:00 Von Krolock, Sarah, Ensemble
20 Draußen ist Freiheit (reprise) 2:41 Alfred, Sarah
21 Der Tanz der Vampire (Finale) 5:39 Ensemble

Musik: Jim Steinman
Buch & Lyrics: Michael Kunze
Regie: Roman Polanski

Choreographie: Dennis Callahan
Bühnenbild: William Dudley
Kostüm/Maske: Sue Blane
Lichtdesign: Hugh Vanstone
Orchestrierung: Steve Margoshes
Tondesign: Michael Ryan
Musical Supervision, vocal, dance and additional musical arrangements: Michael Reed
Executive Producer: Rudi Klausnitzer und Andrew Braunsberg

Es spielt das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien

Recording Credits
Produced by Jim Steinman
Co-Produced by Steven Rinkoff and Michael Reed
Mixed by Frank Filipeti
Conductor: Michael Reed
Recorded with Media Sound Mobile Track Cologne (Michael Vogt, Chief Technician), at Hey U Studios Vienna
Additional Recording at MG Sound, Vienna
Mixed at Right Track Recording Studios, NY City
Mastered at Sterling Sound, NYC by Ted Jensen
Assistant Engineers: Jakob Palfrader, Michael Dubcek, Martin Mayer, Pete Karam & Greg Pinto
Assistant to Mr. Steinman: Charles Vasoll
Production Co-ordinator: Don Ketteler

Hauptdarsteller
Graf von Krolock — Steve Barton
Alfred — Aris Sas
Sarah — Cornelia Zenz
Professor Abronsius — Gernot Kranner
Chagal, der Wir — James Sbano
Rebecca, seine Fraue — Anne Welte
Herbert, der Son des Grafen — Nik
Magda, die Magd — Eva Maria Marold
Koukol — Torsten Flach

Ensemble
Holzfäller, Bauern und Dorfbewohner — die Almen des Grafen — Ausgeburten der Nacht, Vampire
Elisabeth Ebner, Ute Ziemer, Shana Mahoney, Brigitte Oelke, Lennecke Willemsen, Suzanne Carey, Alex Melcher, Charles Moulton, Jerome Phaff, Mario van Dulmen, Vincent Pirillo, Frank-Heinko Lohmann, Jennifer Mitchell, Marleen van der Loo, Dean Welterlen, Harald Tauber, Maté Karamas
Tanzensemble/Sänger
Yara Blümel, Tina Decker, Marion Hägele, Christa Helige, Ramona Ludwig, Tanja-Maria Meier, Brian Carmack, Alex Olzinger, Otto Pichler, Christian Tschinder, Philip Ranson, Friedrich Bührer, Jessica Sanzez-Palencia, Claudia Davi, Thorsen Krafft, Marc Bollmeyer

Orchester
Piano & Keyboards: Herbert Pichler
Keyboard & Computer Programming: Günther Radelmacher
Keyboard: Christian Skokan
Guitars, Banjo, Mandoline: Harald Peller
Drums: Gerald Gratzer
Bass: Frank Tepel
Percussion: Woody Schabata

Flute: Alexander Wagendristel
Oboe: Andrea Krauk
Saxophon: Peter Klinger, Hans Peter Sumereder
Horn: Andrej Kasijan, Stanko Kiseloski, Yuquan Wang, Petra Weinwurm
Trompet: Nikolaus Frisenbichler, Wilhelm Poisinger, Gerhard Zwickl
B-Posaune: Dietmar Florin
Solo Violine: Gürcan Florin
Violine: Alfred Pfleger, Renate Eisner, Elfriede Hallama, Hi Sook Heurix, Manfred Kammerhofer, Konrad Krattenhaler, Marck Marenda, Gertraud Rössner, Susanne Tautscher, Andreas Winkler
Cello: Melissa Coleman, Maria Frodl, Gisela Lehner, Martin Lehner, Doris Lücking, Alexander Rauscher, Elisabeth Taschner, Johannes Settele
Solocello: Cornelius Veith

Weitere Musiker bei der Nummer “Carpe Noctem”:
Programming & Keyboards: Jeff Bova
Drum Programming: Jimmy Bralower
H-Guitar: Eddie Martinez

Vereinigte Bühnen Wien/Raimund Theater
Dirigenten: Adrian Werum (Musikalische Leitung), Adrian Manz
Korrepetition: Wolfgang Gattringer
Assistenz bei der Orchestrierung: Herbert Pilcher
Kopiaturen: Mathias Zwiauer, Wolfgang Huber, Caterina Fassetta, Richard Ihnatowicz
Regieassistenz: Franziska Severin
Produktionsleitung: Barbara Quiehl-Masmeier, Dean Welterlen (Assistenz)
Phonetik-Coach: Claudia Haslauer
Orchestra Contracting und Supervision: Andreas Winkler
Audio-Consult to Jim Steinman: Steve Rinkoff
Künstlerische Produktion: Steven Markusfeld (Leitung), Lisi Breuer, Alexandra Krakolinig (Assistenz), Evamaria Kraus (Betriebsbüro)
Rechte/Verträge: Thomas Kralinger und (f. Übersee) Tarlo-Lyons, London
Pressebüro: Ulli Stepan
Dramaturgie: Peter Back-Vega
Technische Leitung: Peter Bouchier
Beleuchtungseinrichtung: Kurt Schöny
Toneinrichting: Johannes Czarnik

Welt-Uraufführung im Raimund Theater, Wien, 4. Oktober 1997

Deutschsprachige Aufführungsrechte: Vereinigte Bühnen Wien
Alle Produktionsfotos entstanden bei der Welt-Urauffürung im Raimund Theater, © Vereinigte Bühnen Wien/Hermann und Clärchen Baus, September 1997
© Logo-Design: Dewynters PLC, London
Art-Direction: Caroline Casper
Booklet Design: Wockert &v. Frankenberg
Art-Direction, Booklet-Design: Polydor Creative Services

* Basierend auf dem Film “The Fearless Vampire Killers” mit freundlicher Genehmigung von Turner-Entertainment Co.

Label Polydor Cat.No. 557 083-2 Format CD Year 1998 Country DE

Knoblauch

Chagal und Gäste: Knoblauch! Knoblauch!
Knoblauch! Knoblauch!
Knoblauch! Knoblauch!
Knoblauch! Knoblauch!

Ein Pfeifchen und ein Wodka
Und ein scheenes Fiedeldumdei
Die Hälse heil
Die Weiber geil
Und die Plackerei vorbei

Dorftrottel:Doch das Beste kommt am Ende
Dragan:…wenn der Wirt zum Essen winkt
Kolya:…wenn der Eintopf dampft
Dragan:…und jeder mampft
Dorftrottel, Dragan & Kolya:Bis er aus den Poren stinkt
Alle:Bis er aus den Poren stinkt!

Chagal und Gäste: Knoblauch! Knoblauch!
Ist unsere Leidenschaft
Knoblauch! Knoblauch!
Gibt Leib und Seele Kraft
Er macht grösser was zu klein ist
Er macht edel was gemein ist
Und macht härter was erschlafft
Und macht härter was erschlafft

Rebecca: Im Fleisch sind schon die Maden
Das Gemüse ist verdreckt
Das Schmalz ist ranzig
Die Sosse wanzig
Aber jeder sagt es schmeckt

Gäste: Her mit der vollen Schüssel!
Mit viel Knoblauch bittesehr
Der wirkt sagenhaft
Auf den Magensaft
Jeder Bissen schmeckt nach mehr!
Jeder Bissen schmeckt nach mehr!

Alle: Knoblauch! Knoblauch!
Bringt den Unterleib in Schwung
Knoblauch! Knoblauch!
Macht die Alten wieder jung
Lässt die Muskeln wieder schwellen
Lässt die Säfte wieder quellen
Knoblauch bringt Erleichterung!
Knoblauch bringt Erleichterung!

Magda: Die Jungen woll’n nur rammeln
And die Alten quatschen bloss
Chagal: Knoblauch macht aus Bürschlein Männer
Und aus Greisen Romeos!

Alle: Nichts auf Erden ist gesünder
Grad im Winter und bei uns
Dragan: Drum die Mäuler auf!
Wir rülpsen drauf
Dorftrottel: Urrhg!
Kolya: Uns sind alle Sorgen los
Alle: Uns sind alle Sorgen los

Rebecca: Knoblauch! Knoblauch!
Drauf hab ich stets vertraut
Knoblauch! Knoblauch!
Und scharfes Sauerkraut

Chagal: Die allerbesten Köche Prags
Wär’n sprachlos beim Probier’n
Magda: Sie würden krank und anderntags
An Blähungen krepieren

Rebecca: Statt dem üblichen Gemecker
Sagen alle: Es schmeckt lecker
Chagal: Ist der Pampf auch fett und mehlig
Jeder Bissen macht sie selig …

Rebecca, Chagal und Magda: … weil der Knoblauch Wunder wirkt!
Alle: Weil der Knoblauch Wunder wirkt!
Weil der Knoblauch Wunder wirkt!
Weil der Knoblauch Wunder wirkt!

Alle: (ausser Alfred & Abronsius))
Knoblauch! Knoblauch!
Ist unsre Leidenschaft
Knoblauch! Knoblauch!
Gibt dem Leib und Seele Kraft
Jede Niete wird zum Sieger
Jeder Schlappschwanz wird zum Krieger
Wenn der Knoblauch in ihm gärt
Wenn der Knoblauch in ihm gärt
Wenn der Knoblauch in mir
Knoblauch in dir
Knoblauch in uns gärt!

Chagal:(gesprochen)
Ich darf den Herren jetzt das Zimmer zeigen!

Alle: (ausser Chagal, Alfred & Abronsius))
Knoblauch, Knoblauch
Bringt der Underleib Schwung
Knoblauch, Knoblauch
Macht die Alten wieder jung
Läßt die Muskeln wieder Schwellen
Läßt die Säfte wieder quellen
Und verschafft Erleichterung!
Und verschafft Erleichterung!
Knoblauch löst die Säfte
Stärkt die Kräfte
Bringt Erleichterung

Knoblauch!

Eine schöne Tochter ist ein Segen

Chagal: Eine schöne Tochter ist ein Segen
Doch ein Segen, der meschugge macht
Denn was soll der Vater tun dagegen
Wenn das Weib in seinem Kind erwacht?

Er bemerkt zuerst, was an ihr dran ist
Und versteckt sie oder sperrt sie ein
Denn er weiss, weil er ja selbst ein Mann ist
Jeder Mann ist irgendwie ein Schwein

(vernagelt die Tür)

Schlaf, mein Wuschel-Schätzchen!
Träum mein Kuschel-Kätzchen!
Niemand darf dich wecken
Niemand dich entdecken
Dir würd’s schaden
Mir würd’s schaden
Uns würd’s schaden
Bleib bei Papa

Der Gedanke, daß ein geiler Wüstling
Sie befingert, weckt das Tier in mir
Drum bevor sie so ein Wüstling küsst schwing
Ich den Hammer und blockier die Tür

Dann erst kann ich mich zum Schlafen legen
Und mach trotzdem kaum eine Auge zu
Eine schöne Tochter ist ein Segen
Doch das macht den Vater fast Verrückt! …

Nie Geseh’n

Alfred: Ein Mädchen, das so lächeln kann
Hab ich nie gesehn
Sarah: So einen netten jungen Mann
Habe ich noch nie gesehn

Alfred und Sarah: Ich kann nicht schlafen
Doch ich bin
Auch nicht wach
Denn ich träum
Seit wir uns trafen
Macht es Sinn
Was ich mach
Auch wenn ich
Einfach nur die Zeit versäum…
Sarah:…und verträum

Alfred:Ein Mädchen, das so lächeln kann…
Sarah (versetzt):Einen netten Jungen…
Alfred:…so natürlich…
Sarah (versetzt):…zierlich…
Alfred und Sarah:…habe ich noch nie geseh’n

Alfred und Sarah: Seit ich in diese Augen sah
Komm ich nicht zur Ruh
Ich weiß nicht was mit mir geschah
Ich weiß nur der Grund bist du

Wenn ich mich je verliebe
Dann sicherlich…
Alfred:…in eine Frau wie dich…
Sarah:…in einen so wie dich

Stimmen der Vampire: Sei bereit!

Alfred und Sarah: Wenn ich mich je verliebe
Dann liebe ich
Sicherlich
Jemanden ganz genau wie dich
Oder ich
Komm nie mehr wieder zur Ruh
Denn es war noch nie
Jemand so wie du
So wie du!

Gott ist tot

Graf von Krolock: Jahrelang war ich nur Ahnung in dir
Jetzt suchst du mich
Und hast Sehnsucht nach mir
Nun, freu dich! —
Uns beide trennt
Nur noch ein winziges Stück
Wenn ich dich rufe
Hält dich nichts mehr zurück
Getrieben von Träumen Und hungrig nach Glück

Vampire: Sei bereit!
Sei bereit!

Graf von Krolock: Gott ist tot!
Nach Ihm wird nicht mehr gesucht

Vampire: Sei bereit!
Sei bereit!

Graf von Krolock: Wir sind zum ewigen Leben verflucht
Es zieht uns näher zur Sonne
Doch wir fürchten das Licht
Wir glauben nur Lügen
Verachten Verzicht
Was wir nicht hassen
Das lieben wir nicht

Vampire: Sei bereit!
Sei bereit!

Graf von Krolock: Was ich rette, geht zugrund
Was ich segne, muss verderben
Nur mein Gift macht dich gesund
Um zu leben musst du sterben
Schweb mit mir in den Abgrund der Nacht
Und verlier dich in mir
Wir werden bis zum Ende jeder Ewigkeit gehn
Ich hüll dich ein in meinen Schatten

Sarah: Ich hör eine Stimme, die mich ruft

Graf von Krolock: Nun freu dich! —
Uns beide trennt
Nur noch ein winziges Stück
Wenn ich dich rufe
Hält dich nichts mehr zurück
Getrieben von Träumen
Und hungrig nach Glück …

Wahrheit

Abronsius: Niemand kann mich irritieren
Für mich zählen nur die Fakten
Niemand kann mich irreführen
Denn ich trau nur dem Exakten
Ich such’ Wahrheit
Und Wahrheit will immer Klarheit

Mein Verstand ist unbestechlich
Ich studier das Positive
Ich bin niemals oberflächlich
Ich seh immer in die Tiefe
Denn die Wahrheit
Will immer Klarheit

Mein Wissensdrang kommt nicht zur Ruh
Solang noch Zweifel nagen
Ich lasse kein Geheimnis zu
Ich hör nicht auf zu fragen:

Wie und was und wer und wo und wann?
Wie und was und wer und wo und wann?

Magda, Chagal, Rebecca: Alles ist leicht wenn der Tag mit Musik begann
Viel ist erreicht wenn man Sorgen vergessen kann
Es muss sich keiner heut ärgern und plagen
Es sei denn einer stellt dumme Fragen

Abronsius: Wenn in mir der Verdacht erwacht
Es wird mir was verschwiegen
Versuche ich mit aller Macht
Die Wahrheit rauszukriegen
Schon in der Wiege fing ich an
Mein Spielzeug aufzubiegen
Im ungestümen Wissensdrang
Zerlegte ich sogar die Kuckucksuhr

Ob Osterhas ob Nikolaus —
Ich liess mich nicht betrügen
In der Schule fand ich schnell heraus
Dass alle Lehrer lügen
Keine Antwort die sie gaben
Konnte jemals mir genügen
Denn ich Büchern eingegraben
Studierte ich die Rätsel der Natur

Ich glaub an die Vernunft
Sie wird am Ende triumphieren
Und mag auch die Professorenzunft
Mein Wissen ignorieren
Doch ich hasse Emotionen
Niemand kann mich provozieren
Ohne jemals mich zu schonen
Bleibe ich der Wahrheit immer auf der Spur

Mein Verstand ist unbestechlich
Ich studier das Positive
Ich bin niemals oberflächlich
Ich seh immer in die Tiefe
Denn ich sammle die Beweise
Und bewerte die Motive
Ja, ich dien in jeder Weise
Nur dem Fortschritt
Und der menschlichen Kultur

Magda, Chagal, Rebecca, Alfred: Sein Verstand ist unbestechlich
Er studiert das Positive
Er ist niemals oberflächlich
Er sieht immer in die Tiefe
Denn er sammelt die Beweise
Und bewertet die Motive
Ja, er dient auf jede Weise
Nur dem Fortschritt
Und der menschlichen Kultur

Für die menschlichen Kultur!
Für die menschlichen Kultur!
Für die menschlichen Kultur!
Für die menschlichen Kultur!
Für die menschlichen Kultur!
Für die menschlichen Kultur!
Für die menschlichen Kultur!
Für die menschlichen Kultur!

Abronsius (gleichzeitig): Ich suche Wahrheit
Ich suche Klarheit
Für Fortschritt und
Für menschliche Kultur
Ich suche Wahrheit
Ich suche Klarheit
Für Fortschritt und
Für menschliche Kultur
Ich suche Wahrheit
Ich suche Klarheit
Für Fortschritt und
Für die menschliche Kultur
Für die menschliche Kultur
Für die menschliche Kultur

allein

Wo man eine Gans rupft gibt’s bald einen Braten
Wo Eis ist und Schnee wachsen keine Tomaten
Wo nächtlich rumort wird da kann man nicht schlafen
Und wo einer buckelt da gibt’s einen Grafen

zu Alfred

Ich wette den Nobelpreis
Dieser Bucklige bedient ihn
Warum hast Du ihn nicht verfolgt?
Den Schluss kann doch jedes Kind ziehn…

Logik! Logik!
Wer fragt dem sagt die Logik:
Wie und was und wer und wo und wann?

Abronsius
Mein Verstand ist unbestechlich
Ich studier das Positive
Ich bin niemals oberflächlich
Ich seh immer in die Tiefe der Natur
Denn ich sammle die Beweise
Und bewerte die Motive
Ja ich dien in jeder Weise
Nur dem Fortschritt
Und der menschlichen Kultur
Ich suche Wahrheit
Ich suche Klarheit
Für Fortschritt und
Für menschliche Kultur
Ich suche Wahrheit
Ich suche Klarheit
Für Fortschritt und
Für die menschliche Kultur

Magda, Chagal, Rebecca, Alfred: (gleichzeitig)
Für die menschlichen Kultur!
Für die menschlichen Kultur! (etc.)

Alle: Für die Kultur! …

Einladung zum Ball

Oder willst du lieber dass alles bleibt so wie es ist?
Glaubst du, das wäre dir genug?
Ich denke mir, das wär dir nicht genug<

Willst du lieber beten bist du grau und bitter bist?
Glaubst du das wäre dir genug?
Du weiss genau, das wär dir nicht genug

Sie warnten dich vor Sünde und Gefahr
Aber du hast immer schon geahnt
Dass ihre Sicherheit ein grosser Schwindel war
Es war alles gelogen was man dir versprach
Jeder hat dich betrogen wenn er dich bestach

Doch ich geb dir was dir fehlt:

Eine Reise auf den Flügeln der Nacht
In die wahre Wirklichkeit
In den Rausch der Dunkelheit
Mach dein Herz bereit:
Ich lad dich ein zum Mitternachtsball! …

Draußen ist Freiheit

Alfred: Unter diesem Dach lebt der liebste Mensch der Welt
Kann es Zufall sein dass wir uns trafen hier?
Sarah bist du wach? Bitte komm doch an dein Fenster!
Ich steh hier im Mondlicht und wünsch mir ich wär bei Dir

Sarah: Nicht so laut! Ich bin ja da
Mach bloss keinen Lärm!
Sonst hört dich Papa
Alfred:Kann es wirklich sein?
Sarah:Es ist ziemlich spät
Alfred:Du und ich allein!
Sarah:Ich hielt’s nicht mehr aus
Alfred:Ich bin glücklich
Sarah:Niemand darf’s wissen!
Alfred:Ich wollt’ Dich sehen!
Sarah:Drinnen erstick ich

Sarah: Draußen ist Freiheit
Dort wo der Horizont beginnt
Gibt es ein Land
In dem alle Wunder möglich sind

Alfred: Keine Mauer die uns je trennt
Keine Grenze die wir nicht überwinden
Komm zu mir
Denn mit dir
Kann ich bis zu den
Sternen gehn

Draußen ist Freiheit
Und Hoffnung die man hier nicht kennt
Draußen ist Freiheit
Weit fort von allem was uns trennt
Sarah und Alfred: …beginnt, was man Leben nennt

Sarah: Wie romantisch im Mondlicht zu stehn
Leider bin ich bereits eingeladen
Nun ein Stück weit darfst du mit mir gehn
Doch versprich mir, mich nicht zu verraten

Alfred:Wo willst du hin?
Sarah:Ein Geheimnis von mir
Alfred:Nicht durch den Wald!
Sarah:Wenn du Angst hast, bleib hier!
Alfred:Es ist dunkel und kalt!
Sarah:Das macht mir doch nichts aus
Alfred:Du verirrst dich und erfrierst im Schnee!
Sarah:Ich weiss schon wohin ich geh
Alfred:Nachts kommen die Wölfe raus
Sarah:Ich langweile mich tot zuhaus

Sarah und Alfred: Draußen ist Freiheit
Dort wo der Horizont beginnt
Gibt es ein Land
In dem alle Wunder möglich sind

Alfred: Keine Mauer die uns je trennt
Keine Grenze die wir nicht überwinden
Bleib bei mir
Denn mit dir…
Sarah und Alfred: …kann ich bis zu den
Sternen gehn
Bis in die
Zukunft sehn

Sarah und Alfred: Draußen ist Freiheit
Ein Glück das keine Schranken kennt
Draußen ist Freiheit
Weit fort von allem was uns trennt
Beginnt was man Leben nennt …

Tot zu sein ist komisch

Magda: Glasige Augen
Hände wie Eis
Er ist so kalt jetzt
Und war doch mal so heiss

Tot zu sein ist komisch

Gestern so poltrig
Heute so still
Gestern noch prächtig
Heute schon Müll!

Tot zu sein ist komisch
Tot zu sein ist komisch

Dieses Grapschen und sein Glotzten
Als er lebte war’n zu kotzen!
Doch als Leiche wirkt er jetzt
Ganz gesittet und gesetzt

Wenn er mir nah kam
Nahm er mich her
Jetzt komm ich ihm nah
Und Wehrlos ist er!

Tot zu sein ist komisch
Tot zu sein ist komisch …

Tot zu sein ist komisch
Tot zu sein ist komisch

Sein Geschwätz und sein Benehmen
Als er lebte war’n zu schämen
Doch als Leiche riecht er bloss
Sonst hält er sich tadellos!

Er war mir lästig
In meinem Bett
Jetzt denk ich plötzlich
Er war doch ganz nett

Tot zu sein ist komisch
Tot zu sein ist komisch
Tot zu sein ist komisch …

Finale erster Akt

Sink mit mir ins Meer der Zeit
Lern von mir, was es heisst zu Leben
Spür das Glück, der Traurigkeit
Fühl die Wohllust dich aufzugeben!

Such mit mir den schwarzen Gral!
Ich lehr dich was es heisst zu lieben
Lös die Fesseln der Moral!
Folge deinen verborgnen Trieben!

Denn liebst Du dieses Leben
Wird Deine Liebe Leben sein
Und dich befrein! …

Totale Finsternis

Ahnen:Sei bereit!
Sarah:Manchmal in der Nacht fühl ich mich einsam und traurig doch ich weiss nicht, was mir fehlt
Ahnen:Sei bereit!
Sarah:Manchmal in der Nacht hab ich phantastische Träume, aber wenn ich aufwach, quält mich die Angst
Ahnen:Sei bereit!
Sarah:Manchmal in der Nacht lieg ich im Dunkeln und warte, doch worauf ich warte ist mir nicht klar!
Ahnen:Sei bereit!
Sarah:Manchmal in der Nacht spür ich die unwiderstehliche Versuchung einer dunklen Gefahr

Ahnen:Sei bereit Sternkind
Sarah:Ich hör eine Stimme die mich ruft
Ahnen:Sei bereit Sternkind
Sarah:Ich kann eine Stimme hörn

Ahnen:Sei bereit!
Sarah:Manchmal in der Nacht fühl ich die Macht eines Zaubers der mich unsichtbar berührt
Ahnen:Sei bereit!
Sarah:Manchmal in der Nacht bin ich so hilflos und wünsch mir es käm einer, der mich führt und beschützt
Ahnen:Sei bereit!
Sarah:Manchmal in der Nacht kann ich es nicht mehr erwarten, ich will endlich eine Frau sein und frei
Ahnen:Sei bereit!
Sarah:Manchmal in der Nacht möcht ich Verbot’nes erleben und die Folgen sind mir ganz einerlei

Ahnen und Graf von Krolock:Sei bereit Sternkind
Sarah:Ich hör eine Stimme die mich ruft
Ahnen und Graf von Krolock:Sei bereit Sternkind
Sarah:Ich spür eine Sehnsucht die mich sucht…

Graf von Krolock: Sich verliern heisst sich befrein
Du wirst dich in mir erkennen
Was du erträumst wird Wahrheit sein
Nichts und niemand kann uns trennen

Tauch mit mir in die Dunkelheit ein!
Zwischen Abgrund und Schein
Verbrennen wir die Zweifel und vergessen die Zeit
Ich hüll dich ein in meinen Schatten
Und trag dich weit

Du bist das Wunder
Das mit der Wirklichkeit versöhnt
Sarah: Mein Herz ist Dynamit
Das einen Funken ersehnt

Graf von Krolock und Sarah: Ich bin zum Leben erwacht!
Die Ewigkeit beginnt heut Nacht!
Die Ewigkeit beginnt heut Nacht!

Sarah: Ich hab mich gesehnt danach mein Herz zu verlieren
Jetzt verlier ich fast den Verstand
Totale Finsternis
Ein Meer von Gefühl und kein Land

Einmal, dachte ich, bricht Liebe den Bann
Jetzt zerbricht sie gleich meine Welt
Totale Finsternis
Ich falle und nichts was mich hält…

Ahnen und Graf von Krolock:Sei bereit!
Sarah:Manchmal in der Nacht denk ich ich sollte lieber fliehn vor Dir solang ich es noch kann
Ahnen und Graf von Krolock:Sei bereit!
Sarah:Doch rufst Du dann nach mir bin ich bereit, dir blind zu folgen, selbst zur Hölle würd ich fahren mit Dir
Ahnen und Graf von Krolock:Sei bereit!
Sarah:Manchmal in der Nacht gäb ich mein Leben her für einen Augenblick in dem ich Dir ganz gehör
Ahnen und Graf von Krolock:Sei bereit!
Sarah:Manchmal in der Nacht möcht ich so sein, wie Du mich haben willst und wenn ich mich selber zerstör

Ahnen und Graf von Krolock:Sei bereit Sternkind
Sarah:Ich hör eine Stimme die mich ruft
Ahnen und Graf von Krolock:Sei bereit Sternkind
Sarah:Ich spür eine Sehnsucht die mich sucht

Graf von Krolock und Sarah: Sich verliern heisst sich befrein
[Du/Ich] wirst dich in [mir/dir] erkennen
Was [du erträumst/ich erträum] wird Wahrheit sein
Nichts und niemand kann uns trennen

Tauch mit mir in die Dunkelheit ein!
Zwischen Abgrund und Schein
Verbrennen wir die Zweifel und vergessen die Zeit
[Ich hüll dich/Du hüllst mich] ein in [meinen/deinem] Schatten
Und [trag dich/trägst mich] weit!

Graf von Krolock: Du bist das Wunder
Das mit der Wirklichkeit versöhnt
Sarah: Mein Herz ist Dynamit
Das einen Funken ersehnt

Graf von Krolock und Sarah: Ich bin zum Leben erwacht!
Die Ewigkeit beginnt heut Nacht!
Die Ewigkeit beginnt heut Nacht!

Sarah: Ich hab mich gesehnt danach mein Herz zu verlieren
Jetzt verlier ich fast den Verstand
Graf von Krolock und Sarah: Totale Finsternis
Ein Meer von Gefühl und kein Land

Sarah: Einmal, dachte ich, bricht Liebe den Bann
Graf von Krolock: Jetzt zerbricht sie gleich Deine Welt
Graf von Krolock und Sarah: Totale Finsternis
Wir fallen und nichts was uns hält
Totale Finsternis
Ein Meer von Gefühl und kein Land
Sarah: Totale Finsternis!
Ich glaub ich verlier den Verstand …

Carpe Noctem (Der Alptraum)

Vampire: Folg mir nach, vertrau der Nacht!
Sie nur kann Deine Seele retten
Fluch dem Tag und seiner Macht!
Lös die Sehnsucht von allen Ketten

Folg mir nach, komm fühl die Nacht!
Wirklich ist nur, woran wir glauben
Flieh vor dem, was dich bewacht
Lass dir nicht deine Träume rauben …

über Gräber und Ruinen werden Todesglocken hall’n
Und alle Teufel steigen hinauf und alle Engeln müssen fall’n
Wir sind hungrig auf Verbrechen, wir sehnen uns nach Blut
Wir leben nur für uns’re Gier und nähr’n mit Gift uns’re Brut

Die Welt im Tageslicht hat keinen jemals glücklich gemacht
Drum tauch ins Meer des Nichts wo’s immer dunkel ist und kühl
Und wenn Du von der Dunkelheit betrunken bist dann fühl—
Fühl die Nacht!
Fühl die Nacht!

Gruppe 1: Dies irae Kyrie, Libera me Domine!
Dies irae Kyrie, Requiem da Domine!
Dies irae Kyrie, Libera me Domine!
Dies irae Kyrie, Requiem da Domine!
Dies irae Kyrie, Libera me Domine!
Dies irae Kyrie, Requiem da Domine!
Exultate Kyrie! Pie Agne Domine!
Dies irae Kyrie, Sanctus Sanctus exultate!
Dies irae Kyrie, Libera me Domine!
Dies irae Kyrie, Requiem da Domine!

Gruppe 2 (gleichzeitig): Fühl die Nacht! Und laß’ sie nie vorübergehn
Fühl die Nacht! Komm schließ’ Deine Augen um zu sehn
Fühl die Nacht! Was Dir bestimmt ist muss geschehen
Fühl die Nacht! Komm schließ’ Deine Augen um zu sehn
Fühl die Nacht!
Fühl die Nacht!
Fühl die Nacht! Sei frei! …

Aus den Gräbern und Ruinen werden Tote auferstehn
Und alle ängste werden wahr und alle Hoffnung muss vergehn
Uns’re Ordnung ist das Chaos, verändern heisst zerstör’n
Wir wollen leben für die Gier und zu den Raubtier’n gehör’n

Die Welt im Tageslicht hat keinen jemals glücklich gemacht
Drum tauch ins Meer des Nichts wo’s immer dunkel ist und kühl
Und wenn Du von der Dunkelheit betrunken bist dann fühl—
Fühl die Nacht!
Fühl die Nacht!

Gruppe 1: Dies irae Kyrie, Libera me Domine!
Dies irae Kyrie, Requiem da Domine!
Dies irae Kyrie, Libera me Domine!
Dies irae Kyrie, Requiem da Domine!
Dies irae Kyrie, Libera me Domine!
Dies irae Kyrie, Requiem da Domine!
Exultate Kyrie! Pie Agne Domine!
Dies irae Kyrie, Sanctus Sanctus exultate!
Dies irae Kyrie, Libera me Domine!
Dies irae Kyrie, Requiem da Domine…

Gruppe 2 (gleichzeitig): Fühl die Nacht! Und laß’ sie nie vorübergehn
Fühl die Nacht! Komm schließ’ Deine Augen um zu sehn
Fühl die Nacht! Was Dir bestimmt ist muss geschehen
Fühl die Nacht! Komm schließ’ Deine Augen um zu sehn

Gruppe 3 (gleichzeitig): Carpe noctem! Carpe noctem!
Carpe noctem! Carpe noctem!
Carpe noctem! Carpe noctem!
Carpe noctem! Carpe noctem!

Gruppe 2: Fühl die Nacht! Und laß’ sie nie vorübergehn
Fühl die Nacht! Komm schließ’ Deine Augen um zu sehn
Fühl die Nacht! Was Dir bestimmt ist muss geschehen
Fühl die Nacht! Komm schließ’ Deine Augen um zu sehn….

Alle Vampire: Folg mir nach vertrau der Nacht!
Sie nur kann Deine Seele retten
Fluch dem Tag und seiner Macht!
Lös die Sehnsucht von allen Ketten

Folg mir nach komm fühl die Nacht!
Wirklich ist nur woran wir glauben
Flieh vor dem was Dich bewacht
Lass Dir nicht Deine Träume rauben! …

Für Sarah

Alfred: Aus dem Schweigen der Nacht
Steigen dunkle Visionen doch ich bleib bei Sarah
Jeder Alptraum erwacht
Schatten werden zu Dämonen, überall droht Gefahr

Ich halt durch, ich halt aus
Und was immer ich tun muss, will ich tun für Sarah
Unbeirrt gradeaus
Gehe ich ins Nirgendwo weil ich Dich liebe

Soviel Sehnsucht in mir!
Ich will wieder nachhaus doch ich gehör zu Sarah
Und bin ich neben ihr
Sind die ängste Illusionen nur Gefühle sind wahr

Ich bin stark! Ich bin ich hart!
Und was immer ich sein muss, will ich sein für Sarah
Und wie lang ich auch wart
Irgendwann und irgendwo sind wir geborgen…

Ich bin ruhig, ich bin kalt
Ich besiege mich selber deinetwegen — Sarah
Ich weich keiner Gewalt
Hab vertraun in mich, Sarah, ich bleibe dir nah!

Ich hab Kraft! Ich hab Mut!
Und was immer ich habe, hab ich nur für Sarah!
Für dich geb ich mein Blut
Alles, alles will ich tun weil ich Dich liebe

Sarah …

Wen Liebe in dir ist

Alfred:(liest)
Ratgeber für Verliebte. Wie man ein Herz gewinnt.

(singt)

“Wenn Liebe in dir ist dann klingt aus dir Musik
Wenn dein Moment hier ist dann spricht für dich dein Blick
Und der Mensch, den du magst
Versteht was du sagst, und wärst du auch still
Dein Herz verrät daß Liebe in Dir ist
Die nicht mehr schweigen will”

Zeig einfach ehrlich was sich in dir versteckt
Kein Wunsch ist gefährlich wenn ihn die Liebe weckt
Und der Mensch, den du liebst
Wird spür’n was du gibst und die Hoffnung aus Glück
Vereinigt euch wenn Liebe in Dir ist
Dann halt sie nicht zurück

(liest)
Manchmal sagt ein Kuß mehr als tausend Worte…

Herbert: Du mußt zu mir nett sein
Ich will dich verstehen!
Was macht dich so blass? Bist du krank?
Alfred: Mir geht’s gut, Vielen Dank
Herbert: Aber nein du hast Fieber mein Freund!

Herbert: Du solltest im Bett sein
Nein, was muss ich sehn?!
Du zitterst vor Angst, mon Chéri
Alfred: Nein ich zittere nie!
Herbert: Aber ja du bist ängstlich, mein Freund!

Alfred:Wie man hört, gibt’s einen Ball irgendwo
Herbert:Du hast einen süssen Popo!
Alfred:Ein Ball!
Herbert:Und deine Augen!
Alfred:Die Augen?
Herbert:Die Wimpern so zart wie Fäden aus purem Gold

Ja! Heut Nacht ist Ball, ich lad dich ein
Wein und Musik und Kerzenschein!
Das wird gigantisch romantisch!
Mit dir im Arm werde ich im siebten Himmel sein …

Herbert:Ach, zeig mal, was liest Du?
Alfred:Ein Buch—
Herbert:—Gedichte so!
Ich wußt’ es ja, siehst du!
Du bist verliebt, mein Freund!

Dass es so etwas gibt!
Auch ich bin verliebt
Nun rat mal, in wen!
Ja, ich liebe dich…
Wenn
Liebe in mir ist
Dann kann ich nicht wiederstehn! …

He, Ho, Professor

Graf von Krolock: (zu Abronsius)
He Ho He! Wirklich treffend Professor!
Nur ein Biss und es ist passiert!
Zuviel Neugier ist tödlich Professor
Man muss werden was man studiert!

Abronsius:(gesprochen)
Sie unterschätzen die Wissenschaft, Von Krolock!
Ich werde Sie in Alkohol einlegen und meiner Asservatensammlung einverleiben
Graf von Krolock:Hahaha!
Abronsius:(gesprochen)
Bald treiben Sie nur noch in Gruselromanen Ihr Unwesen!

Graf von Krolocks Stimme: (zu Alfred)
Wovor fliehst du? Was fürchtest du Alfred?
Was Du suchst findest du nur hier!

Abronsius:Er bekämpft Sie!

Graf von Krolocks Stimme
Sie irren Professor!
Alfreds Seele gehört längst mir! …

Ewigkeit

Vampire: Ewigkeit ist Langeweile auf Dauer
Ein trostloser Kreislauf, kein Anfang, kein Schluss
Denn stets wiederholt sich dasselbe von vorne
Kein Jubel, kein Entsetzen

Nur die öde
Blöde
Ewigkeit

Von Tortur keine Spur
Immer nur diese beschiss’ne Ewigkeit

Fort mit dem Stein über’m Abgrund des Schreckens!
Raus aus dem Grauen ins Glitzern der Welt!
Bald lähmt unser Gift die Gehirne der Menschen
Bald sind wir die Herren dieser Erde

Es werde Nacht!

Weg mit dem Fels vor der Höhle der Schatten!
Raus aus den Gräbern ins Leben der Stadt!
Hinein mit der Angst in die Seele der Menschen!
Bald steh’n sie am Ende aller Zweifel

Wir stürzen sie hinab!
Hinab!
Hinab!
Hinab!
Hinab! …

Die unstillbare Gier

Graf von Krolock: Endlich Nacht, kein Stern zu sehen
Der Mond versteckt sich denn ihm graut vor mir
Kein Licht im Weltenmeer
Kein falscher Hoffnungsstrahl
Nur die Stille
Und in mir die Schattenbilder meiner Qual

Das Korn war golden und der Himmel klar
Sechzehnhundertsiebzehn als es Sommer war
Wir lagen im flüsternden Gras
Ihre Hand auf meiner Haut war zärtlich und warm

Sie ahnte nicht dass ich verloren bin
Ich glaubte ja noch selbst daran dass ich gewinn
Doch an diesem Tag geschah’s zum erstenmal
Sie starb in meinem Arm

Wie immer wenn ich nach dem Leben griff
Blieb nichts in meiner Hand
Ich möchte Flamme sein und Asche werden
Und hab noch nie gebrannt

Ich will hoch und höher steigen
Und sinke immer tiefer ins Nichts
Ich will ein Engel oder ein Teufel sein
Und bin doch nichts als eine Kreatur
Die immer das will was sie nicht kriegt!

Gäb’s nur einen Augenblick des Glücks für mich
Nehm ich ew’ges Leid in Kauf
Doch alle Hoffnung ist vergebens:
Der Hunger hört nie auf

Eines Tages wenn die Erde stirbt
Und der letzte Mensch mit ihr
Dann bleibt nicht zurück als die öde Wüste
Einer unstillbaren Gier
Zurück bleibt nur die grosse Leere
Eine unstillbare Gier

Des Pastors Tochter liess’ mich ein bei Nacht
Siebzehnhundertdreissig nach der Mainandacht
Mit ihrem Herzblut schrieb ich ein Gedicht
Auf ihre weisse Haut

Und des Kaisers Page aus Napoleons Tross…
Achtzehnhundertdreizehn stand er vor dem Schloss
Dass seine Trauer mir das Herz nicht brach
Kann ich mir nicht verzeihn

Doch immer wenn ich nach dem Leben greif
Spür ich wie es zerbricht
Ich will die Welt verstehn und alles wissen
Und kenn mich selber nicht!

Ich will frei und freier werden
Und werde meine Ketten nicht los
Ich will ein Heiliger oder ein Verbrecher sein
Und bin doch nichts als eine Kreatur
Die kriecht und lügt und zerreissen muss was immer sie liebt!

Jeder glaubt dass alles einmal besser wird
Drum nimmt er das Leid in Kauf
Ich will endlich einmal satt sein
Doch der Hunger hört nie auf

Manche glauben an die Menschheit
Und manche an Geld und Ruhm
Manche glauben an Kunst und Wissenschaft
An Liebe und an Heldentum
Viele glauben an Götter
Verschiedenster Art
An Wunder und Zeichen
An Himmel und Hölle
An Sünde und Tugend
Und an Bibel und Brevier

Doch die wahre Macht die uns regiert
Ist die schändliche
Unendliche
Verzehrende
Zerstörende
Und ewig unstillbare Gier

Euch sterblichen von morgen
Prophezeih ich heut und hier:
Bevor noch das nächste Jahrtausend beginnt
Ist der einzige Gott dem jeder dient
Die unstillbare Gier! …

Tanzsaal

Graf von Krolock: Seid willkommen, Brüder, in diesem Saal!
Als wir versammelt war’n beim letzten Mal
War uns’re mahlzeit ein Bauer ausgemergelt und bleich
Ihr wart betrübt aber ich sagte Euch:
Ist ein Jahr mager, wird das nächste Jahr reich

Graf von Krolock: Wir die ewig leben verzehrt die Sucht nach frischem Blut
Haben wir je davon genug?
Vampire:Wir haben davon niemals je genug!

Graf von Krolock: Jedes Opfer das uns nährt vermehrt auch uns’re Brut
Haben wir je davon genug?
Vampire:Wir haben davon niemals je genug!

Vampire: Nichts macht uns satt, die Gier kommt nie zur Ruh
Denn die Leere in uns drin ächst jeden Tag
Die Angst vorm Nüchternsein verfolgt uns immerzü!

Graf von Krolock: Doch ich heiße Euch hoffen!
Wie von mir prophezeit
Ist ein Gast eingetroffen
Geschmückt und bereit
Sich der Dunkelheit zu weihn

Eine Schönheit mit den Augen der Nacht
Ein verwunsch’nes Sternenkind
Zärtlich wie der Wind
Und für mich bereit
Verzaubert unser’n Mitternachtsball!

Doch sie gehört nur mir!

Keine Sorge! Auch an Euch ist gedacht
Denn seit gestern Abend sind
Hier in meinem Labyrinth
Und für Euch bestimm
Zwei Sterbliche zum Bleiben verdammt!

Verdammt!

Reprise: Gott ist tot

Vampire: Gott ist tot! Nach ihm wird nicht mehr gesucht!
Wir sind zum ewigen Leben verflucht
Es zieht uns näher zur Sonne doch wir fürchten das Licht
Wir glauben nur Lügen, verachten Verzicht
Was wir nicht hassen, das lieben wir nicht …

Reprise: Totale Finsternis

Vampire: Sie ist zum Leben erwacht!
Die Ewigkeit beginnt heut Nacht
Die Ewigkeit beginnt heut Nacht!

Graf von Krolock: Du hast Dich gesehnt danach dein Herz zu verlieren
Jetzt verlierst Du gleich den Verstand
Sarah und Von Krolock: Totale Finsternis
Ein Meer von Gefühl und kein Land

Sarah: Einmal, dachte ich bricht Liebe den Bann
Graf von Krolock: Jetzt zerbricht sie gleich Deine Welt
Sarah und Von Krolock: Totale Finsternis
Wir fallen und nichts was uns hält …

Reprise: Draußen ist Freiheit

Alfred: Sarah, du bist schwach, Ruh dich aus in meinem Arm!
Jetzt wird alles gut, wir sind in Sicherheit
Ich bleib für Dich wach und beschütz Dich vor Gespenstern
Unser Alptraum ist vorbei, der Tag ist nicht mehr weit

Sarah und Alfred: Alles wird nun anders sein
Nie mehr eingesperrt
Niemals mehr allein
Sarah:Gehn wohin ich mag
Alfred:Zeigen was ich fühl
Sarah:Baden jeden Tag
Alfred:Angst und Kälte werden vorbei sein!
Sarah und Alfred: Jenseits der Wälder
Jenseits der Berge
Alles wird neu sein

Sarah und Alfred: Draußen ist Freiheit
Dort wo der Horizont beginnt
Gibt es ein Land
In dem alle Wunder möglich sind

Alfred: Keine Sorge die uns bedrückt
Keine Grenze die wir nicht überwinden
Bleib bei mir denn mit Dir
Sarah und Alfred: Kann ich bis zu den Sternen gehn
Bis in die Zukunft sehn!

Draußen ist Freiheit
Nun gibt es nichts mehr was uns trennt
Draußen ist Freih…

Alfred:Was ist das?
Sarah:Blut, Liebling! Leck es ab!
Alfred:Gar nicht schlecht …

Tanz der Vampire (Finale)

Abronsius: Wir sind entkommen, mein Verstand hat triumphiert
Und die Menschheit vor’m Verderben bewahrt
Die Königsberger werden gelb sein vor Neid
Wenn man mir nun den Nobelpreis verleiht

Durch meine Forschung hab ich den Beweis erbracht:
Es gibt Lebendtote hier jedenfalls
Sie verlassen die Särge bei Nacht
Und saugen Lebenden das Blut aus dem Hals

Zum Glück kann uns’re Vernunft sie überwinden!
Wir sind sicher dank Geist und Wissenschaft!
Unsere Ziele sind klar, uns’re Methoden bewährt
Wir sind praktisch und aufgeklärt
Der Fortschritt ist Unaufhaltsam!
Die Welt ist nicht mehr was sie war!

Ein weiblicher Vampir: Nimm was Du kriegst denn sonst wird dir genommen
Sei ein Schwein oder man macht dich zur Sau
Raff Dir Geld und kauf dir die Welt!
Nur nicht zimperlich! Die Sitten sie rauh

Zwei weiblicher Vampire: Zeig Deine Faust denn sonst wirst du geschlagen
Dräng Dich vor oder du wirst übersehn
Willst du bestimmen statt andre zu fragen
Musst Du lernen über Leichen zu gehn

Alle: Nichts wie raus aus der Nacht in die Sonne
Weil uns endlich keine Schranke mehr hält
Unsere Ziele sind klar, uns’re Methoden bewährt
Wir sind tot doch wir leben solang Ihr uns nährt!

Wir sind im kommen
Und bald gehört uns die Welt
Und bald gehört uns die Welt!

Wir tauchen aus der Nacht—Passt auf!
Jetzt woll’n wir Glitzer und Glanz—Passt auf!
Jetzt woll’n wir alles und ganz—Passt auf!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!

Steckt den Himmel in Brand und streut Lucifer Rosen!
Die Welt gehört den Lügnern und den Rücksichtslosen
Reicht den Mördern die Hand! Liegt im Staub vor den Großen!
Die Welt gehört den Kriechern und den Gnadenlosen

Gruppe 2 (gleichzeitig): Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!

Gruppe 3 (gleichzeitig): Steckt den Himmel in Brand und streut Lucifer Rosen!
Die Welt gehört den Lügnern und den Rücksichtslosen
Reicht den Mördern die Hand! Liegt im Staub vor den Großen!
Die Welt gehört den Kriechern und den Gnadenlosen

Alle: Wir woll’n tun was uns Spaß macht
Und so sein wie wir sind
Wir verstecken uns nicht mehr:
Der Tanz der wilden Herzen beginnt!

Gruppe 1 & 4 (gleichzeitig): Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz….

Die Vampire in Zuschauerraum tanzen zur Bühne zurück. Tanzsequenz.

Alle: Nichts wie raus aus der Nacht in die Sonne
Weil uns endlich keine Schranke mehr hält
Unsere Ziele sind klar, uns’re Methoden bewährt
Wir sind tot doch wir leben solang Ihr uns nährt!

Wir sind im kommen
Und bald gehört uns die Welt
Und bald gehört uns die Welt!

Wir tauchen aus der Nacht—Passt auf!
Jetzt woll’n wir Glitzer und Glanz—Passt auf!
Jetzt woll’n wir alles und ganz—Passt auf!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!

Gruppe 3 (gleichzeitig): Steckt den Himmel in Brand und streut Lucifer Rosen!
Die Welt gehört den Lügnern und den Rücksichtslosen
Reicht den Mördern die Hand! Liegt im Staub vor den Grossen!
Die Welt gehört den Kriechern und den Gnadenlosen

Steckt den Himmel in Brand und streut Lucifer Rosen!
Die Welt gehört den Lügnern und den Rücksichtslosen
Reicht den Mördern die Hand! Liegt im Staub vor den Grossen!
Die Welt gehört den Kriechern und den Gnadenlosen

Gruppe 2 (gleichzeitig): Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!

Alle: Wir woll’n tun was uns Spaß macht
Und so sein wie wir sind
Wir verstecken uns nicht mehr:
Der Tanz der wilden Herzen beginnt!

Gruppe 1 & 4 (gleichzeitig): Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz!
Jetzt laden die Vampire zum Tanz!
Wir wollen alles und ganz

Alle: Wir trinken Blut, wir haben null Moral
Was aus dieser Welt wird ist uns scheissegal!
Wir trinken Blut, wir haben null Moral
Was aus dieser Welt wird ist uns scheissegal!

We drink your blood and then we eat your soul
Nothing’s gonna stop us, let the bad times roll!
We drink your blood and then we eat your soul
Nothing’s gonna stop us, let the bad times roll!

Jetzt laden die Vampire zum Tanz ….

© Edition Butterfly & Polygram Songs 1997