Felix Martin - Die unstillbare Gier
aus dem Musical TANZ DER VAMPIRE

Felix Martin singt Graf von Krolock aus dem Roman-Polanski-Musical Tanz der Vampire

1 Gott ist tot 3:06
2 Einlading zum Ball 2:36
3 Die unstillbare Gier 6:14
4 Totale Finsternis Duett mit Jessica Kessler 6:28
5 Soliloquy Die unstillbare Gier — englische Version 6:55

Musik: Jim Steinman
Deutscher und englischer Text: Michael Kunze

Recorded at MusicalNet Studio Berlin
Musical Director: Koen Schoots
Engineer: Martin Wingerath
Mixed and Mastered by Koen Schoots and Martin Wingerath

Label PöNImusic Cat.No. SOM CD017 Format CDM Year 2005 Country DE

Gott ist Tot

Graf von Krolock: Jahrelang war ich nur Ahnung in dir
Jetzt suchst du mich und hast Sehnsucht nach mir
Nun, freu dich! –
Uns beide trennt nur noch ein winziges Stück
Wenn ich dich rufe hält dich nichts mehr zurück
Getrieben von Träumen, und hungrig nach Glück

(Sei bereit!)
(Sei bereit!)

Gott ist tot! Nach Ihm wird nicht mehr gesucht
Wir sind zum ewigen Leben verflucht
Es zieht uns näher zur Sonne doch wir fürchten das Licht
Wir glauben nur Lügen, verachten Verzicht
Was wir nicht hassen, das lieben wir nicht

Was ich rette geht zugrund
Was ich segne muss verderben
Nur mein Gift macht dich gesund
Um zu leben musst du sterben
Schweb mit mir in den Abgrund der Nacht
Und verlier dich in mir
Wir werden bis zum Ende jeder Ewigkeit gehn
Ich hüll dich ein in meinen Schatten

Sarah Ich hör eine Stimme, die mich ruft

Graf von Krolock: Nun freu dich! –
Uns beide trennt nur noch ein winziges Stück
Wenn ich dich rufe hält dich nichts mehr zurück
Getrieben von Träumen, und hungrig nach Glück....

Einladung zum Ball

Graf von Krolock: Guten Abend, hab vor mir keine Angst
Ich bin der Engel nach dem du verlangst
Das Warten ist bald vorüber denn ich lade dich ein
Beim Ball des Jahres tanzen wir durch die Nacht
Bis deine Sehnsucht eine Frau aus dir macht

Oder willst du lieber dass alles bleibt so wie es ist?
Glaubst du, das wäre dir genug?
Ich denke mir, das wär dir nicht genug<

Willst du lieber beten bist du grau und bitter bist?
Glaubst du das wäre dir genug?
Du weiss genau, das wär dir nicht genug

Sie warnten dich vor Sünde und Gefahr
Aber du hast immer schon geahnt
Dass ihre Sicherheit ein grosser Schwindel war
Es war alles gelogen was man dir versprach!
Jeder hat dich betrogen wenn er dich bestach!

Doch ich geb dir was dir fehlt:

Eine Reise auf den Flügeln der Nacht
In die wahre Wirklichkeit, in den Rausch der Dunkelheit
Mach dein Herz bereit: ich lad dich ein zum Mitternachtsball

Ich geb dir was dir fehlt:
Eine Reise auf den Flügeln der Nacht
Um dem Alltag zu entfliehen, in den Rausch der Phantasien
Es ist bald so weit: ich lad dich ein zum Mitternachtsball!
Zum ball!....

Die unstillbare Gier

Graf von Krolock: Endlich Nacht, kein Stern zu sehen
Der Mond versteckt sich, denn ihm graut vor mir
Kein Licht im Weltenmeer
Kein falscher Hoffnungsstrahl
Nur die Stille, und in mir
Die Schattenbilder meiner Qual

Das Korn war golden und der Himmel klar
Sechzehnhundertsiebzehn als es Sommer war
Wir lagen im flüsternden Gras
Ihre Hand auf meiner Haut war zärtlich und warm

Sie ahnte nicht dass ich verloren bin
Ich glaubte ja noch selbst daran dass ich gewinn
Doch an diesem Tag geschah’s zum erstenmal
Sie starb in meinem Arm

Wie immer wenn ich nach dem Leben griff
Blieb nichts in meiner Hand
Ich möchte Flamme sein und Asche werden
Und hab noch nie gebrannt

Ich will hoch und höher steigen
Und sinke immer tiefer ins Nichts
Ich will ein Engel oder ein Teufel sein
Und bin doch nichts als eine Kreatur
Die immer das will was sie nicht kriegt!

Gäb’s nur einen Augenblick des Glücks für mich
Nehm ich ew’ges Leid in Kauf
Doch alle Hoffnung ist vergebens:
Der Hunger hört nie auf

Eines Tages wenn die Erde stirbt
Und der letzte Mensch mit ihr
Dann bleibt nicht zurück als die öde Wüste
Einer unstillbaren Gier
Zurück bleibt nur die grosse Leere
Eine unstillbare Gier

Des Pastors Tochter liess’ mich ein bei Nacht
Siebzehnhundertdreissig nach der Mainandacht
Mit ihrem Herzblut schrieb ich ein Gedicht
Auf ihre weisse Haut

Und des Kaisers Page aus Napoleons Tross…
Achtzehnhundertdreizehn stand er vor dem Schloss
Dass seine Trauer mir das Herz nicht brach
Kann ich mir nicht verzeihn

Doch immer wenn ich nach dem Leben greif
Spür ich wie es zerbricht
Ich will die Welt verstehn und alles wissen
Und kenn mich selber nicht!

Ich will frei und freier werden
Und werde meine Ketten nicht los
Ich will ein Heiliger oder ein Verbrecher sein
Und bin doch nichts als eine Kreatur
Die kriecht und lügt und zerreissen muss was immer sie liebt!

Jeder glaubt dass alles einmal besser wird
Drum nimmt er das Leid in Kauf
Ich will endlich einmal satt sein
Doch der Hunger hört nie auf

Manche glauben an die Menschheit
Und manche an Geld und Ruhm
Manche glauben an Kunst und Wissenschaft
An Liebe und an Heldentum
Viele glauben an Götter
Verschiedenster Art
An Wunder und Zeichen
An Himmel und Hölle
An Sünde und Tugend
Und an Bibel und Brevier

Doch die wahre Macht die uns regiert
Ist die schändliche
Unendliche
Verzehrende
Zerstörende
Und ewig unstillbare Gier

Euch sterblichen von morgen
Prophezeih ich heut und hier:
Zo bald euer neues Jahrtausend beginnt
Ist der einzige Gott dem jeder dient
Die unstillbare Gier!

Totale Finsternis Duett mit Jessica Kessler

Chor:Sei bereit!
Sarah: Manchmal in der Nacht fühl ich mich einsam und traurig
Doch ich weiss nicht, was mir fehlt
Chor:Sei bereit!
Sarah: Manchmal in der Nacht hab ich phantastische Träume
Aber wenn ich aufwach, quält mich die Angst
Chor:Sei bereit!
Sarah: Manchmal in der Nacht lieg ich im Dunkeln und warte
Doch worauf ich warte ist mir nicht klar!
Chor:Sei bereit!
Sarah: Manchmal in der Nacht fühl ich die unwiderstehliche Versuchung
Einer dunklen Gefahr

Chor:Sei bereit Sternkind
Sarah:Ich hör eine Stimme die mich ruft
Chor:Sei bereit Sternkind
Sarah:Ich kann eine Stimme hörn

Chor:Sei bereit!
Sarah: Manchmal in der Nacht fühl ich die Macht eines Zaubers
Der mich unsichtbar berührt
Chor:Sei bereit!
Sarah: Manchmal in der Nacht bin ich so hilflos und wünsch mir
Es käm einer, der mich führt und beschützt
Chor:Sei bereit!
Sarah: Manchmal in der Nacht kann ich es nicht mehr erwarten
Ich will endlich eine Frau sein und frei
Chor:Sei bereit!
Sarah: Manchmal in der Nacht möcht ich Verbot’nes erleben
Und die Folgen sind mir ganz einerlei

Chor:Sei bereit Sternkind
Sarah:Ich hör eine Stimme die mich ruft
Chor:Sei bereit Sternkind
Sarah:Ich spür eine Sehnsucht die mich sucht…

Graf von Krolock: Sich verliern heisst sich befrein
Du wirst dich in mir erkennen
Was du erträumst wird Wahrheit sein
Nichts und niemand kann uns trennen
Tauch mit mir in die Dunkelheit ein!
Zwischen Abgrund und Schein
Verbrennen wir die Zweifel
Und vergessen die Zeit
Ich hüll dich ein in meinen Schatten
Und trag dich weit
Du bist das Wunder
Das mit der Wirklichkeit versöhnt
Sarah: Mein Herz ist Dynamit
Das einen Funken ersehnt

Graf von Krolock und Sarah: [Du bist/Ich bin] zum Leben erwacht!
Die Ewigkeit beginnt heut Nacht!
Die Ewigkeit beginnt heut Nacht!

Sarah: Ich hab mich gesehnt danach
Mein Herz zu verlieren
Jetzt verlier ich fast den Verstand
Totale Finsternis
Ein Meer von Gefühl und kein Land

Einmal, dachte ich, bricht Liebe den Bann
Jetzt zerbricht sie gleich meine Welt
Totale Finsternis
Ich falle und nichts was mich hält…

Chor:Sei bereit!
Sarah: Manchmal in der Nacht denk ich ich sollte lieber fliehn vor Dir
Solang ich es noch kann
Chor:Sei bereit!
Sarah: Doch rufst Du dann nach mir bin ich bereit, dir blind zu folgen
Selbst zur Hölle würd ich fahren mit Dir
Chor:Sei bereit!
Sarah: Manchmal in der Nacht gäb ich mein Leben her
Für einen Augenblick in dem ich Dir ganz gehör
Chor:Sei bereit!
Sarah: Manchmal in der Nacht möcht ich so sein, wie Du mich haben willst
Und wenn ich mich selber zerstör

Chor:Sei bereit Sternkind
Sarah:Ich hör eine Stimme die mich ruft
Chor:Sei bereit Sternkind
Sarah:Ich spür eine Sehnsucht die mich sucht…

Graf von Krolock und Sarah: Sich verliern heisst sich befrein
Du wirst dich in mir erkennen
Was du erträumst wird Wahrheit sein
Nichts und niemand kann uns trennen
Tauch mit mir in die Dunkelheit ein!
Zwischen Abgrund und Schein
Verbrennen wir die Zweifel
Und vergessen die Zeit
Ich hüll dich ein in meinen Schatten
Und trag dich weit!
Graf von Krolock: Du bist das Wunder
Das mit der Wirklichkeit versöhnt
Sarah: Mein Herz ist Dynamit
Das einen Funken ersehnt

Graf von Krolock und Sarah: [Du bist/Ich bin] zum Leben erwacht!
Die Ewigkeit beginnt heut Nacht!
Die Ewigkeit beginnt heut Nacht!

Sarah: Ich hab mich gesehnt danach mein Herz zu verlieren
Jetzt verlier ich fast den Verstand
Graf von Krolock und Sarah: Totale Finsternis
Ein Meer von Gefühl und kein Land

Sarah: Einmal, dachte ich, bricht Liebe den Bann
Graf von Krolock: Jetzt zerbricht sie gleich Deine Welt
Graf von Krolock und Sarah: Totale Finsternis
Wir fallen und nichts was uns hält
Sarah: Totale Finsternis
Ein Meer von Gefühl und kein Land
Totale Finsternis!
Ich glaub ich verlier den Verstand

Graf von Krolock: Nein! Es wär verkehrt den Kopf zu verlieren
Wir woll’n nicht vor der Zeit den Genuss ruinieren
Mit jeder Stunde des Wartens wird die Lust mehr entfacht
Ich lass Dich fühlen was dich unsterblich macht
Wenn wir zwei tanzen auf dem Ball morgen Nacht …

Solilquoy (Die unstillbare Gier – English Version)

Von Krolock: Well, alright, no stars tonight
The moon must hide, can’t bear to see my face
So many moons have passed, so many suns gone down
Too much blood under the bridge
Too many worlds turned upside down

The wheat was golden and the fields were green
In that summer sixteenhundredseventeen
The first time I ever drew blood
She was such a beautiful and innocent child

She never knew my soul was cursed for good
I fought to overcome my thirst, I thought I could
But when I kissed her lips, it came over me
The beast in me ran wild

As always when I tried to get it all
I killed that which I yearned
I want to be a flame and turn to ashes
But I have never burned

I want to fly up high and higher
But I sink deep and deeper instead
I want to be an angel or the devil himself
But I am nothing but a creature
Longing for the things I never can have!

For the sake of satisfaction
I would suffer all torments
But our longings are elusive–the hunger never ends

When the world has drawn its final breath
And extinguished all the light
There’ll be nothing left but a lifeless wasteland
And an endless appetite
Nothing left but a soundless heartbeat
And a ruthless appetite

The preacher’s daughter let me in her room
In seventeenthirtytwo to love me was her doom
With her own blood I wrote a poem of love
Upon her ivory skin

And the bashful page of Napoleon the Great
In eighteenhundredthirteen he stood at the gate
When I recall his candor I can’t help thinking
To kill him was a sin

Each time I grab for life it slips away
My vigor is a sham
I want to grasp the world with all its mysteries
But I don’t know who I am

I long to fly in total freedom
And yet my chains keep dragging me down
I want to be a felon or an absolute saint
But I am nothing but a creature
Full of lies and doubts
I must destroy
Whatever I love

The split goes through my very soul
It’s a wound that never mends
No escape and no redemption–the hunger never ends

There are those who believe in science
And those who believe in art
There are those who believe in power and wealth
Or in love and matters of the heart
There are those who believe in various gods
In nations and knowledge
In hell and in heaven
In sins and in virtues
In the choice of wrong and right

But I know
There’s no other god
But the ever inescapable
Immoral
Indestructible
And all consuming
Appetite

A prediction I will now make
I’m sure I will be right
When the next millenium finally comes
The god most worshipped in this world
Will be the god of appetite....